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Prognose 1: DEZENTRALISIERUNG unserer Städte

28.03. 2021

Das ENDE der heutigen Innenstädte ist NICHT AUFZUHALTEN.

Aus Nutzer-Perspektive bedarf es der heutigen Innenstädte nicht mehr. Wir werden stattdessen eine Dezentralisierung der Städte erleben.

Das Wohnumfeld als Hauptaufenthaltsort
Bereits heute finden Versorgung, Gesundheit, Bildung und Erholung über die Stadt verteilt in Wohnnähe der Menschen statt. Digital ermöglicht, werden nun auch Konsum und Arbeit stärker zuhause abgewickelt, weitere Lebensbereiche verschieben sich dorthin. Auch für Unterhaltung bietet das Internet für viele Menschen attraktivere, aufwandsärmere Formate. Die Anlässe, das Wohnumfeld zu verlassen, reduzieren sich, es entwickelt sich immer umfassender zum Zentrum des Lebens. Hier findet Gemeinschaft in Kitas, Schulen und Sportvereinen heute schon statt. Der Trend zu Fahrrad sowie Fußläufigkeit führt zu einer natürlichen Reduzierung des Bewegungsradius‘. Soziale Kontakte verlagern sich ebenfalls stärker in Wohnortnähe.

Die Fokussierung auf lokalen Zentren
Die räumliche Konzentration des Lebens wird als Zugewinn an Lebensqualität empfunden. In homogenen, dichten Wohnvierteln entstehen neue Chancen für Einzelhandel und Gastronomie, die „15-Minuten-Stadt“ wird Realität. Die Städte lokalisieren sich , wandeln sich durch diese Dezentralisierung zu einem Verbund von Stadtteilen die ihre eigenen Mittelpunkte haben. Der Bedarf an zentralen Angeboten für die Bevölkerung der Stadt sinkt.

Das verbleibende gemeinsame Netz
Beliebte innerstädtische Freizeitziele, wie Parks, Seen, Flüsse, Stadien und Ausgehgegenden befinden sich im gesamten Stadtgebiet und behalten ihren verbindenden Charakter. Die kulturell-touristischen Bereiche in der Innenstadt sowie besondere Orte und Bauten bilden für die gesamte Bevölkerung gemeinsame Referenzorte. Erlebnisse außerhalb des Wohnumfeldes werden überwiegend in der Natur im Umland gesucht. Der Aufenthaltsfokus der Bewohner bewegt sich praktisch immer weiter vom Zentrum der Stadt weg. Die Identifikation mit der Stadt als Ganzes geht zurück und verschiebt sich in Richtung Stadtviertel und Wohngebiet. – Heike Adam

Erfahren Sie mehr: Heike_Adam_Zukunft_Innenstaedte_Kernaussagen_2021_03_12