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Aus Nutzer-Perspektive bedarf es der heutigen Innenstädte nicht mehr. Wir werden stattdessen ihre Schrumpfung zu kulturell-touristischen Zentren erleben.
Denn die kulturell-touristische Rolle der Innenstädte als Stätte der Geschichte, Tradition sowie des Kulturlebens bleibt unangetastet. Nach dem Wegfall der Konsum-, Arbeits- und Unterhaltungsfunktion nehmen auch die Bewohner der Stadt die Innenstädte jetzt überwiegend aus einer touristischen Perspektive wahr.
Kompakte, attraktive Räume mit hoher ästhetischerund kultureller Qualität sowie einer großen Lebendigkeit ziehen Menschen an. Diese Bereiche werden den Großteil der zukünftig von Besuchern frequentierten und als solche wahrgenommenen Innenstädte bilden, vielfach auf historischen, kleineren Flächen. Die dort angesiedeltenGeschäfte sind mit einem auf die neue Rolle abgestimmten Angebot in einem stimmungsvollen Umfeld Teil der Gesamtwirkung. Kulturorte mit Fokus auf Künstler- oder Werkpräsenz können ihren Platz behaupten. Kinos werden nur selektiv weiterbestehen.

Allen verbleibenden Angebote profitieren vom Vorteil der guten Erreichbarkeit aus dem gesamten Stadtgebiet. Erfolgskritisch ist jedoch deren räumliche Nähe, das gezielte Ansteuern bestimmter Orte weicht dem Flaniermodus. Eine hohe kulturell-touristische Qualität bildet die Basis für zukünftig erfolgreichen Handel, Gastronomie und Büronutzung in den verbleibenden Innenstadtbereichen. – Heike Adam

Die 2 anderen Entwicklungen:

Dezentralisierung der Städte 

Normalisierung der Innenstädte

Heike_Adam_Zukunft_Innenstaedte_Kernaussagen_2021_03_12