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Putin wird bis zum bittersten Ende kämpfen.

8.03. 2022

Kein 100%-Sieg ist eine Niederlage für ihn. Sein Lebensziel ist verpasst, sein Lebenswerk ein Scherbenhaufen. Für eine zweiten Anlauf ist er zu alt. Da hat der eigene Tod keinen Schrecken mehr.

Ein Putin scheitert nicht, niemals. Aber nun ist Putin gescheitert, in allen Dimensionen, vor den Augen der ganzen Welt. Alle erkannten sein Ziel, die Ukraine im Blitzkrieg einzunehmen und das russische Imperium und seine Macht zu vergrößern. Die gesamte Welt hat gesehen, dass er dazu nicht fähig ist, ist Zeuge, dass seine Armee nicht funktioniert, seine Wirtschaft vom Westen abhängt und nun zusammenbricht. Der gefühlte Zar Russlands, des größten Landes der Welt, und Herrscher einer gefürchteten Atommacht liegt am Boden. Vor der ganzen Welt, die erkennt, dass seine Macht nur eine Drohmacht war. Wie soll Putin das psychisch aushalten?

Soll er an einem kleinen Tisch einen Friedensvertrag unterzeichnen, während Macron und Scholz zufrieden danebenstehen? Soll er als ein Bettler nach Peking fahren, damit Xi ihm sein Gas und Öl abkauft? Soll er vor seinen Sicherheitsrat treten und um weiterhin gute Zusammenarbeit bitten? Soll er von allen, die ihn bisher fürchteten, nun verachtet werden? Auf der Weltbühne ist er jetzt irrelevant und persona non grata, mit einer drohenden Anklage in Den Haag. Das kann er nicht ertragen wollen und können.

Und wozu sollte er? Putin ist fast 70, stand als einer der mächtigsten Männer der Welt vor der Krönung seines Lebenswerkes. Und ist jetzt ein Niemand. Im besten Fall erwartet ihn ein Lebensabend als Eremit in seinem Schloss mit Gym, Bärenjagd und täglicher Konfrontation mit dem Totalverlust. Das ist keine Option für ihn, das russische Volk ist ihm egal. Dann lieber bis zum Ende kämpfen und untergehen, für Russland.  Es sei denn, sein Umfeld stellt ihn kalt.

Heike Adam ist Jahrgang 1970, in Ostberlin aufgewachsen, hat ab 1990 an der Humboldt-Universität zu Berlin BWL studiert und ihr Leben bisher je zur Hälfte in Ost und West verbracht. Russland und die Ukraine hat sie bereits als Jugendliche erstmals besucht und ist beiden Völkern durch berufliche und persönliche Kontakte und Erfahrungen sehr verbunden, steht aktuell mit russischen Freunden in engem Kontakt.
Über 50 Länder auf allen Kontinenten hat sie privat und beruflich bereist, war bei Krisen vor Ort, spricht 5 Sprachen, u.a. Russisch. Sie hat hautnah erlebt, wie Menschen in verschiedenen Systemen und Kulturen agieren, durch das Leben in der DDR und ihr soziales Engagement weiß sie um Denken, Empfinden und Verhalten von Menschen in der Breite der Gesellschaft. Heute unterstützt sie Unternehmen und Organisationen in Krisen darin, gezielt die Perspektive zu wechseln, zu 100% aus Kunden- bzw. Betroffenensicht zu schauen. discovering-potential.com

Heike Adam

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